Im Codex des kirchlichen Rechtes (CIC 1983) stehen dazu zwei Gesetze: die Rechte der Gläubigen (A.)

und die Pflichten der geweihten Priester (B.).

 

Dürfen Gläubige die verheirateten Priester um die Spendung der Sakramente bitten? Der

Codex des kirchlichen Rechts (CIC, 1983) enthält Gesetze, die den Gläubigen die Sakramente garantieren, besonders die Feier der Eucharistie. Das Heil der Seelen steht an oberster Stelle:

Can. 1752 - Das Heil der Seelen muss in der Kirche immer oberstes Gebot sein.

 

Gläubige haben aus ihrer seelsorglichen Notwendigkeit heraus ein Recht auf die Feier der

Eucharistie und der anderen Sakramente. Stehen keine zölibatären Priester zur Verfügung,

dürfen die Dienste gültig geweihter verheirateter Priester beansprucht werden.

  

Die Gläubigen haben das Recht, die Eucharistie zu feiern. Die Bischöfe haben die Pflicht, dies zu ermöglichen.

Can. 213 - Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.

  

Bei Priestermangel dürfen die Gläubigen andere Priester oder Spender anfragen.

Can. 844 - So oft eine Notwendigkeit es erfordert oder ein wirklicher geistlicher Nutzen dazu rät und sofern die

Gefahr des Irrtums oder des Indifferentismus vermieden wird, ist es Gläubigen,

denen es physisch oder moralisch unmöglich ist, einen katholischen Spender aufzusuchen, erlaubt, die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung von nichtkatholischen Spendern zu empfangen, in deren Kirche die genannten Sakramente gültig gespendet werden.

 

Wenn das von nichtkatholischen Priestern gilt, dann erst recht von gültig geweihten katholischen Priestern,

auch wenn sie verheiratet sind.

 

 

FAZIT: Diese Rechte sind kaum bekannt. Sie stehen aber im offiziellen kirchlichen Gesetzbuch von 1983 und sind daher rechtmäßig. Sie können und dürfen in Anspruch genommen werden. Wir ermutigen

auf Grund dieser Rechte alle Gläubigen und alle priesterlich verwaisten Pfarrgemeinden

dazu, die priesterlich verwaist sind, meine Dienste in Anspruch zu nehmen.